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Was du hier findest:
- Häufig gestellte Fragen
- Vititrack App
- Links zu weiterführenden Informationsquellen
- Podcasts und Interviews mit namhaften Dermatologinnen und Dermatologen.

Vitiligo oder die Weißfleckenerkrankung ist die weltweit häufigste Hauterkrankung, 
die zum Verlust des Hautpigments führt. Allein in Österreich sind bis zu 100.000 Menschen von der chronischen Autoimmunerkrankung betroffen. Die sichtbaren Hautveränderungen können eine massive Belastung für die Betroffenen darstellen und die Lebensqualität in vielen Bereichen wie Alltag, Ausbildung und Beruf, Partnerschaft, Sozialleben - und damit die ganze Lebensfreude - stark einschränken. Derzeit ist Vitiligo nicht heilbar, 
aber gut behandelbar. Und es tut sich viel – erfahre hier mehr.

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Häufig gestellt Fragen

Hier finden Sie eine Zusammenstellung häufig gestellter Fragen im Zusammenhang mit Vitiligo.

Vitiligo ist auch bekannt als Weißfleckenkrankheit und stellt eine relativ häufig vorkommende chronische Hauterkrankung dar. Dabei kommt es an verschiedenen Hautstellen zu einer Immunreaktion, die anfangs meist unbemerkt bleibt. Durch diese Immunreaktion kommt es zur Zerstörung der pigmentbildenden Zellen (Melanozyten) im betroffenen Hautareal. Als Folge davon werden in diesen Hautarealen keine Farbpigmente mehr gebildet und es entstehen weiße oder rosafarbene Flecken. Da sich das Immunsystem sozusagen gegen die eigene Haut richtet, spricht man bei Vitiligo auch von einer Autoimmunerkrankung. Die Immunreaktionen laufen dabei in Schüben. Es kann bei einem Schub bleiben oder laufend neue Schübe mit neuen weißen Flecken geben. Wie schwer die Krankheit verläuft und wie weit sie sich ausbreitet, ist von Person zu Person unterschiedlich. Vitiligo betrifft alle Ethnien, kommt bei Frauen und Männern etwa gleich häufig vor und kann in jedem Alter auftreten. Meist tritt sie jedoch bei Kindern um das 10. Lebensjahr und bei Erwachsenen um das 34. Lebensjahr zum ersten Mal auf.

Eine Autoimmunerkrankung ist eine Krankheit, bei der unser Immunsystem, das uns normalerweise gegen Krankheiten schützt, den Körper angreift und dabei auch gesundes Gewebe zerstört. Vitiligo wird durch eine fehlgeleitete Reaktion des Immunsystems verursacht. Die genauen Ursachen für diese Störung des Immunsystems sind noch nicht vollständig verstanden, aber es scheint eine Kombination aus Vererbung und Umweltfaktoren zu geben.

Vitiligo wird nicht nach einem einfachen (mendelschen) Muster vererbt, sondern ist eine multifaktorielle Erkrankung, bei der sowohl genetische als auch Umweltfaktoren zusammenwirken. Man weiß jedoch aus verschiedenen Studien, dass eine familiäre Häufung vorkommen kann:

  • Familiäre Vorbelastung: Etwa 20–30 % der Vitiligo-Betroffenen berichten, dass in ihrer Familie (häufig in direkter Verwandtschaft) weitere Fälle von Vitiligo auftreten.
  • Erhöhtes Risiko bei Kindern: Wenn ein Elternteil an Vitiligo erkrankt ist, wird das Risiko für dessen Kinder, ebenfalls Vitiligo zu entwickeln, auf rund 5–10 % geschätzt (teils wird auch von etwas höheren Werten gesprochen, die Daten variieren jedoch).

Das bedeutet, dass Vitiligo nicht garantiert vererbt wird, aber eine genetische Veranlagung durchaus eine Rolle spielt. Neben der Genetik können auch Autoimmunprozesse, oxidativer Stress und andere Umweltfaktoren den Ausbruch der Erkrankung beeinflussen. Wer in seiner Familie schon Fälle von Vitiligo hat, sollte dies bei ärztlichen Untersuchungen erwähnen, insbesondere wenn erste Anzeichen (z. B. kleine, depigmentierte Hautstellen) auftreten.

Wenn du eine genetische Neigung für Vitiligo hast, kann eine längerfristige oder schwere Hautschädigung Vitiligo auslösen. Häufig wird Vitiligo daher an Stellen mit mechanischer Reibung gesehen, nach Abschürfungen, Einwirkung von Chemikalien oder auch nach schwereren Sonnenbränden.

Vitiligo betrifft in etwa 0,5 bis 2 % der Menschen weltweit, das entspricht bis zu 150 Millionen Betroffenen.

Viele Vitiligo Patienten fühlen sich durch die weißen Flecken sehr belastet und es kommt zu verschiedensten psychosozialen Auswirkungen wie vermindertes Selbstwertgefühl, Vermeidungsverhalten, Angststörungen, Schlafstörungen, Beziehungsprobleme und auch Depressionen.
Als Autoimmunerkrankung ist die Vitiligo außerdem in 20% der Fälle mit weiteren Autoimmunerkrankungen assoziiert. Am häufigsten treten Schilddrüsenfunktionsstörungen auf (Autoimmunthyroiditis), eher selten auch kreisrunder Haarausfall (Alopezia areata), Vitamin B 12 Mangel (Perniziöse Anämie) oder Diabestes mellitus Typ I.
Vitiligo ist daher eine behandlungsbedürftige Autoimmunerkrankung und keine ausschließlich kosmetische Störung.

Es gibt drei verschiedene Formen von Vitiligo. Die nichtsegmentale Vitiligo (NSV) macht den Großteil der Vitiligo-Fälle aus. Bei dieser Form sind die weißen Flecken auf beiden Seiten des Körpers symmetrisch verteilt, meist um die Augen und den Mund, im Geschlechtsbereich und an mechanisch belasteten Stellen wie Achseln, Ellbogen, Hände, Knie und Füße. Die Ausbreitung erfolgt in unvorhersehbaren Schüben. Die segmentale Vitiligo (SV) hingegen tritt in der Regel auf einer Körperseite auf, breitet sich schnell aus und stabilisiert sich dann meist innerhalb eines Jahres. Weitere Schübe sind eher nicht zu erwarten, jedoch spricht diese Vitiligoform schlechter auf eine Therapie an. Schließlich gibt es noch eine Mischform, bei der zuerst nur eine Seite betroffen ist und später beide Seiten.
Zudem kann die Vitiligo noch in eine stabile und eine aktive Form eingeteilt werden. Stabil ist eine Vitiligo wenn die Flecken scharf begrenzte Ränder haben, nicht größer werden und keine neuen Flecken dazu kommen. Von einer aktiven Erkrankung spricht man, wenn sich die Erkrankung ausbreitet. Bitte achte auf folgende Aktivitätszeichen: hellbrauner Randsaum zwischen dem weißen Fleck und der normal pigmentierten Haut (hypochromer Bereich), neue weiße Pünktchen um einen weißen Fleck herum (Konfetti-ähnliche Depigmentierung) oder wenn nach einer kleinen Verletzung ein weißer Fleck entsteht (Köbner-Phänomen). Wenn deine Vitiligo aktiv ist, solltest du dich umgehend an deinen Hautarzt wenden, damit das Fortschreiten der Vitiligo gestoppt werden kann.

Wenn du weiße oder rosafarbene Flecken auf deiner Haut bemerkst, suche einen Hautarzt (Dermatologen) auf. In den meisten Fällen reicht eine Untersuchung der Haut mit bloßem Auge aus, um eine Vitiligo zu diagnostizieren. Im Zweifelsfall kann der Hautarzt eine Wood-Lampe mit ultraviolettem Licht verwenden, um die Ausdehnung der Flecken besser zu sehen und auch wo demnächst weitere Stellen entstehen werden. In sehr seltenen Fällen kann der Hautarzt auch eine kleine Gewebeprobe entnehmen und diese im Labor untersuchen lassen, da es neben Vitiligo auch andere Hauterkrankungen gibt, die mit weißen Flecken einhergehen können. Typischerweise sieht man in einer Gewebeprobe bei Vitiligo, dass die farbstoffbildenden Zellen (Melanozyten) in den weißen Flecken fehlen, während bei anderen Erkrankungen mit weißen Flecken die Zahl der Melanozyten meist normal ist, aber weniger Farbpigment (Melanin) vorhanden ist. Schließlich sind auch Blutuntersuchungen bei der Diagnose von Vitiligo wichtig, um mögliche Begleiterkrankungen wie Schilddrüsenfehlfunktionen oder Diabetes mellitus zu erkennen.

Das Ziel der Vitiligo-Behandlung besteht deshalb darin, einerseits die Autoimmunreaktion gegen Melanozyten zu hemmen und so das Fortschreiten der Krankheit zu stoppen und andererseits die Bildung neuer Melanozyten zu fördern, damit in den weißen Flecken wieder Farbpigmente entstehen.
Um die Entzündung zu unterbrechen, werden sogenannte immunmodulierende Therapien meist in Form von Cremen oder Salben eingesetzt, sodass ein gutes Milieu für die Regeneration der Melanozyten geschaffen werden kann. Die Bildung neuer Melanozyten und die Pigmentproduktion können dann durch Sonnenexposition oder Lichttherapie (Schmalband UVB-Therapie) angeregt werden.
Jedenfalls musst du bei der Vitiligotherapie Geduld und Ausdauer haben, um eine zufriedenstellende Pigmentierung zu erzielen. Egal welche Behandlung du erhältst, es dauert in der Regel mindestens 2-4 Monate, um erste Behandlungsergebnisse zu sehen. Eine kosmetisch zufriedenstellende Pigmentierung wird oft erst nach 6 bis 12 Monaten Therapie erreicht. Wichtig ist, dass du deine Behandlung konsequent durchführst, um einen Behandlungserfolg zu ermöglichen.
Dein Hautarzt wird mit dir einen individuellen Therapieplan erstellen, abhängig von der Lokalisation deiner Flecken, der Ausdehnung und dem bisherigen Verlauf (stabil/fortschreitend). Während Flecken im Gesicht oft schon nach wenigen Monaten Therapie mit einer Creme vollständig abgeheilt sein können, kann es an anderen Stellen erforderlich sein, dass verschiedene Therapien miteinander kombiniert werden müssen. Sobald der Therapieplan steht, solltest du versuchen, die Behandlung in deinen Tagesablauf zu integrieren. In regelmäßigen Abständen muss der Therapieerfolg dann überprüft werden, um die Therapie rasch anpassen zu können, wenn sich der Erfolg nur zögerlich einstellt. Vielleicht empfiehlt dir dein Hautarzt neben einer immunmodulierenden Therapie auch eine Lichttherapie mit UVB 311nm Licht oder Excimer Laser/Licht damit die Neubildung der Melanozyten weiter gefördert werden kann.

Die Vitiligo kann mit kortikosteroidhältigen Cremen (Methylprednisolonaceponat, Mometason Furoat) behandelt werden. Dazu wird die Creme einmal täglich oder an einzelnen Tagen der Woche auf alle weißen Stellen aufgetragen. Die Behandlungsdauer beträgt meist 3 Monate. Nebenwirkungen bei dieser Therapiedauer sind selten, bei längerer Therapie kann es aber zu einer Verdünnung der Haut kommen.
Gerade wenn eine längere Therapie erfolgen soll, kommen sogenannte Calcineurininhibitoren (Tacrolimus, Pimecrolimus) zum Einsatz. Da diese jedoch nur für die Neurodermitis zugelassen sind, müssen sie von deinem Hautarzt nach besonderer Prüfung von Nutzen/Risiken, sozusagen off-label, verschrieben werden. Pimecrolimus 1% Salbe kann ab dem 2. Lebensjahr verschrieben werden, Tacrolimus 0,1% Salbe ab dem 16. Lebensjahr. Diese Salben werden 2x täglich aufgetragen und können über 6 bis 12 Monate verwendet werden. Da diese Lokaltherapie ursprünglich für die sehr trockene Haut bei Neurodermitis entwickelt wurde, sind diese Salben eher fett und es kann auch zu Hautbrennen und bei manchen Personen zu Rötung und Hitzegefühl im Gesicht bei Alkoholgenuss kommen.
Eine neue Substanzklasse sind die Januskinase Hemmer. Derzeit ist Ruxolitinib für die Vitiligo zugelassen. Die Creme kann ab dem 12. Lebensjahr bei Vitiligo mit Gesichtsbeteiligung verschrieben werden und wird 2x täglich für 6 bis 12 Monate angewendet. Nebenwirkungen wie akneartige Hautveränderungen und Juckreiz auf den behandelten Stellen sind selten. Die Creme soll nicht auf Lippen oder Schleimhäute aufgetragen werden und während und bis 4 Wochen nach Therapie wird ein Kontrazeptionsschutz empfohlen. [1]

Eine Lichttherapie kann am ganzen Körper, zum Beispiel in einer Belichtungskabine erfolgen (Schmalband UVB 311nm Lichttherapie) oder es werden nur die weißen Stellen belichtet, indem das Licht über einen Lichtleiter direkt auf ein kleines Hautstück geleitet wird (Excimer Laser, Excimer Licht Therapie).
Schmalband UVB 311nm Lichttherapie verwendet zur Behandlung einen kleinen Teil des Sonnenlichtspektrums. Diese Lichttherapie erfolgt meist in Stehkabinen 2 bis 3 Mal pro Woche und dauert nur wenige Sekunden bis Minuten. Die Dosis wird in regelmäßigen Intervallen etwas gesteigert, trotzdem sollte es zu keinen stärkeren Hautrötungen kommen. Wird die Lichtdosis, die eine leichte Hautrötung verursacht, erreicht, erfolgt keine weitere Steigerung der Belichtungszeit mehr. Insgesamt muss zumindest mit einer Therapiedauer von zumindest 3-4 Monaten gerechnet werden. Wenn es in dieser Zeit zu einer Verbesserung um 25% kommt, kann die Therapie auch fortgesetzt werden. Ist der Erfolg geringer, wird dein Hautarzt zusätzliche Kombinationstherapien mit dir besprechen.
Excimer Laser/ Excimer Licht: Eine Therapie mit Excimer Laser oder Excimer Licht ist zur Behandlung kleiner weißer Hautareale geeignet und hat den Vorteil, dass nur die betroffene Haut behandelt wird. Die Therapie ist etwas zeitintensiver, es kommt aber rascher zur Pigmentbildung als unter der UVB 311nm Lichttherapie. Langfristig unterscheidet sich der Therapieerfolg der verschiedenen Lichttherapien aber nicht wesentlich was die Repigmentierung behandelter Hautareale betrifft.

Dein Hautarzt wird dich darüber aufklären, dass zur Beurteilung des Behandlungsverlaufes eine Ausgangsbewertung deiner Vitiligo erforderlich ist. Meist reicht eine Fotodokumentation, um den Behandlungsfortschritt zu erkennen. Der Schweregrade deiner Vitiligo kann aber auch mit verschiedenen Bewertungssystemen (Scoring-Systemen) beurteilt werde.
Häufig wird aber einfach nur die betroffene Körperoberfläche (BSA engl. body surface area) bestimmt. Dabei entspricht ein weißer Fleck mit der Größe deiner Handfläche einschließlich der Finger ungefähr einem Prozent deiner gesamten Körperoberfläche. Bei kleinen Flecken im Gesicht wird die Fläche der Daumeninnenseite, die 0,1% der gesamten Körperoberfläche (BSA) entspricht, zur Abschätzung der betroffenen Hautstellen im Gesicht verwendet. Wenn du den Daumen 4 Mal auf dein Gesicht auflegen musst, um alle weißen Stellen zu verdecken, entspricht deine Vitiligo im Gesicht also 0,4% deiner Körperoberfläche (BSA).
Dein Hautarzt könnte auch den Depigmentierungsgrad in Prozent notieren und diesen Wert mit der betroffenen Körperoberfläche multiplizieren und so auf den VASI-Wert (engl. vitiligo area scoring index) kommen. Dieser VASI-Wert sinkt während einer erfolgreichen Therapie und dient daher sehr gut zur Verlaufsbeurteilung.
Es kann sein, dass dein Hautarzt auch erfassen möchte, wie sehr die Vitiligo deine Lebensqualität beeinflusst. Hierfür kann er unter anderem Fragebögen einsetzen, wie zum Beispiel die Vitiligo-spezifische gesundheitsbezogene Lebensqualität (VitiQoL) oder den Dermatology Life Quality Index (DLQI).

Viele Personen mit Vitiligo geben an, dass es in Zeiten mit vermehrtem Stress zu Vitiligo Schüben gekommen wäre. Wenn das bei dir auch der Fall ist, solltest du dir überlegen, wie du Stress abbauen kannst oder zumindest mehr erholsame Pausen zwischendurch einlegen kannst.
Da auch die Vitiligo selbst bei vielen Personen Stress auslösen kann, kann es in einzelnen Fällen auch angezeigt sein, eine psychologische Unterstützung anzunehmen.
Stress ist aber nur einer der möglichen Auslöser eines Vitiligoschubes. Andere Ursachen sind längerfristige Irritation der Haut durch mechanische Reibung, Chemikalien, Verletzungen und Sonnenbränden. In einigen Fällen kann gar kein Auslöser gefunden werden.

Es gibt bisher keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass Vitiligo durch die Ernährung beeinflusst werden kann. Für bestimmte Nahrungsergänzungsmittel (Ginko, Goldtüpfelfarn) konnte aber ein positiver Effekt auf die Repigmentierung der Vitiligo nachgewiesen werden. Frage bei deinem Hautarzt nach, ob die Einnahme einzelner Nahrungsergänzungsstoffe (meist über 3-6 Monate) in deinem Fall empfehlenswert ist. Patienten mit Vitiligo haben auch immer wieder einen Vitaminmangel (Vitamin D, Vitamin B 12, Folsäure). Wenn das bei dir der Fall ist, wird dir dein Hausarzt eine sogenannte Substitutionstherapie verschreiben und den Vitaminspiegel nach wenigen Monaten wieder kontrollieren. Dein Immunsystem unterstützt du jedenfalls mit einer ausgewogenen, gesunden Ernährung.

Studien haben gezeigt, dass das Hautkrebsrisiko (weißer und schwarzer Hautkrebs) bei Vitiligo deutlich geringer ist als bei Personen ohne Vitiligo. [1]
Es ist aber dennoch wichtig, dass du dich mit Sonnenschutzmitteln schützt, um einen Sonnenbrand auf deinen Flecken zu vermeiden. Der natürliche Sonnenschutz deiner Haut ist in den weißen Flecken um etwa 30% geringer als in deiner pigmentierten Haut.

Vitiligo ist eine autoimmune Hauterkrankung und nicht ansteckend durch Hautkontakt, Blut, Speichel oder Geschlechtsverkehr. Somit würde prinzipiell nichts gegen eine Blutspende sprechen, rede bitte vorher mit deinem Hautarzt, um deinen individuellen Zustand zu berücksichtigen.

Vitiligo kann je nach Alter und individuellen Umständen eine starke psychologische Belastung darstellen. Vor allem die Unsicherheit über den weiteren Verlauf der Erkrankung kann belastend sein.
Personen in deiner Familie, in der Schule oder am Arbeitsplatz solltest du erklären, dass die weißen Flecken eine harmlose, nicht ansteckende Erkrankung der Haut sind. Es gibt viele berühmte Persönlichkeiten, die ebenfalls Vitiligo hatten wie zum Beispiel der King of Pop Michel Jackson oder haben wie Steve Martin. Das Model Winnie Harlow ist sogar wegen ihrer Vitiligo berühmt geworden.
Sobald sich die Vitiligo auf dein Wohlbefinden auswirkt und/oder sich verschlechtert, teile dies deinem Hautarzt mit. So erfährst du, wie man Vitiligostellen kosmetisch abdecken kann und wie Selbstbräuner richtig angewendet werden. Dein Arzt wird dir vielleicht auch raten, einen Psychologen aufzusuchen, um Strategien zur Bewältigung der Vitiligo zu entwickeln.

Der Welt-Vitiligo-Tag findet jährlich am 25. Juni statt. Er wurde 2011 anlässlich des Todestages von Michael Jackson, der selbst von Vitiligo betroffen war, ins Leben gerufen. Die Ziele des Welt-Vitiligo-Tages sind die Schärfung des öffentlichen Bewusstseins und Erweiterung des Wissens über Vitiligo, die Anerkennung der sozialen und psychologischen Auswirkungen der Krankheit sowie die Anerkennung der Dringlichkeit der Entwicklung von Behandlungsoptionen.

Referenzen:

  1. hautinfo.at/alle-themen/vitiligo
  2. https://25june.org/ (zuletzt abgerufen am 29.11.2023)

Versteckt euch nicht, geht raus in die Welt

Weiterführende Links

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Hautinfo

Entdecke umfassende Informationen rund um Hautkrankheiten, Behandlungsmöglichkeiten und Prävention. Hautinfo.at bietet Fachwissen für gesunde Haut.

Mehr von Hautinfo.at gibt es hier
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ÖGDV

Die Österreichische Gesellschaft der Dermatologen und Venerologen informiert über aktuelle Forschung, Weiterbildung und Fachveranstaltungen im Bereich Dermatologie.

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Deine Anlaufstelle für medizinische Informationen: NetDoktor.at bietet verständliche Artikel, Gesundheitsratgeber und einen umfassenden Symptom-Checker für Patienten.

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Meine
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Hier findest du persönliche Tipps zur Hautpflege und Prävention von Hauterkrankungen. MeineHautgesundheit.at unterstützt dich auf dem Weg zu besserer Hautgesundheit.

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Entstehung der Vitiligo

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die durch Vitiligo (Weißfleckenkrankheit) entstehen kann. Häufig führt die Erkrankung bei Betroffenen zu depressiven Verstimmungen und verschiedenen Ängsten. Eine professionelle Unterstützung ist daher empfehlenswert. Dr. Michael Palatin, Facharzt für Dermatologie und Venerologie in Wien, ist seit seinem 13. Lebensjahr selbst von Vitiligo betroffen.

Psychische Belastung

In diesem Video erklärt Dr. Michael Palatin auf verständliche Weise alle wichtigen Informationen zur Entstehung der Autoimmunerkrankung Vitiligo (Weißfleckenkrankheit). Als Facharzt für Dermatologie und Venerologie in Wien und selbst Betroffener seit seinem 13. Lebensjahr teilt er dabei auch seine persönlichen Erfahrungen.

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Facharzt für Dermatologie und Venerologie in Wien, wertvolle Informationen zu den verschiedenen Erscheinungsformen der Vitiligo, wie der symmetrischen und asymmetrischen Form. 
Als Betroffener seit seinem 13. Lebensjahr gewährt er außerdem berührende Einblicke in sein eigenes Leben mit der Weißfleckenkrankheit. Dabei erklärt er auch die psychischen Belastungen, die vor allem junge Menschen durch die als Makel empfundenen weißen Flecken auf der Haut erfahren.

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Bald ist wieder Welt-Vitiligo-Tag! Er erinnert seit 2011 am 25. Juni an Michael Jackson, der selbst betroffen war. Ziel ist es, das Bewusstsein für die Hauterkrankung zu stärken und Betroffene zu ermutigen, regelmäßig den Facharzt aufzusuchen. Vitiligo – auch Weißfleckenkrankheit – ist nicht heilbar, aber gut behandelbar! Podcast-Host Kati Bellowitsch spricht mit Hautarzt Dr. Leo Richter über die Autoimmunerkrankung.

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